Kursteilnehmer während eines Tests

Expertenstandard und Prophylaxen II: Ernährungsmanagement, Aspirations- und Pneumonieprophylaxe

Der Nationale Expertenstandard stellt Handlungsempfehlungen für verschiedene Kern- und Risikobereiche der Pflege dar, durch deren Einhaltung ein festgelegt hohes Qualitätsniveau in Einrichtungen der Gesundheitsvorsorge und der Altenpflege erreicht werden soll. Dazu gehören unter anderem auch die Bereiche Ernährung sowie Aspirations- und Pneumonieprophylaxe. In der Fortbildung zum Expertenstandard II wird das Ernährungsmanagement detailliert behandelt und in der Bedeutung für die Pflege schwerpunktmäßig thematisiert.

Ernährungsmanagement in der Pflege

Die Nahrungsaufnahme ist ein Grundbedürfnis des Menschen. Sie beeinflusst sein körperliches, geistiges, physiologisches und soziales Wohlbefinden. Besonders im Alter spielt die richtige Ernährung eine wichtige Rolle für den Erhalt der Gesundheit. Mangelernährung ist ein aktuelles Thema mit Zukunft. Als Pflegekraft erleben Sie häufig, dass sich der Appetit pflegebedürftiger Menschen verringert. Wie gehen Sie im Pflegealltag damit um? Wie können Sie möglicherweise gegensteuern? Diese Fragen sollen in dieser Schulungseinheit geklärt werden.

Ziele der Pflegefortbildung Ernährungsmanagement

Die Lebensqualität eines Menschen hängt von vielen Faktoren ab, einen nicht zu unterschätzenden Faktor stellt die Ernährung dar. Die Teilnehmer der Fortbildung Ernährungsmanagement in der Pflege werden in der Lage sein, die Gesunderhaltung von Pflegebedürftigen durch eine geeignete Nahrungsversorgung zu unterstützen. Das Ziel der Fortbildung umfasst das Erkennen und Vermeiden einer Mangelernährung, die Konzeption einer individuellen und mineralstoffreichen Ernährung der einzelnen Patienten, sowie die Vermeidung von Folgeerkrankungen einer Mangelernährung und einem so kritischen Gesundheitszustand, dass eine künstliche Ernährung nötig ist. Die Pflegekräfte lernen, die aktuelle Ernährungssituation der Patienten zu bewerten und dauerhaft zu verbessern. Auch die Ernährung bei einer Demenzerkrankung, sowie die Maßnahmen einer Sondennahrung und Trinknahrung werden bei der Fortbildung thematisiert.

Inhalte dieses Seminarteils:

  • Definition Mangelernährung
  • Bedeutung des Essens
  • Ernährungssituationen und Stoffwechsel von älteren Menschen
  • Ernährung bei Demenz
  • Einsatz von Screening-Instrumenten
  • Kriterien im Rahmen des Pflegeprozesses

Aspirationsprophylaxe in der Pflege

Die Aspiration meint das Verschlucken von Speichel, Flüssigkeiten oder Nahrung, beziehungsweise dessen Eindringen in die Atemwege. Dies kommt besonders bei Schlaganfallpatienten, an Demenz erkrankten Personen und bettlägerigen Patienten vor, weshalb die Aspirationsprophylaxe in der Pflege sehr wichtig ist. Denn werden keine entgegenwirkenden Maßnahmen getroffen, so kann dies leicht zu einer aspirationsbedingten Lungenentzündung und auch zum Ersticken führen.

Ziel der Pflegefortbildung Aspirationsprophylaxe

Während der Fortbildung lernen die Teilnehmer, die Gefahren einer Aspiration einzuordnen und Risikopatienten zu erkennen. Bei der täglichen Arbeit in einer Pflegeeinrichtung sind Sie als geschultes Pflegepersonal befähigt, die geeigneten Maßnahmen zu treffen, um einer Aspiration vorzubeugen und daraus resultierende Gefahren für den Patienten abzuwenden.

Inhalte des Seminarteils:

  • Intensives Wissen zum Krankheitsbild Aspiration
  • Risikopatienten erkennen
  • Verhalten bei akuten Notfällen
  • Mögliche Dokumentation

Pneumonieprophylaxe in der Pflege

Die Pneumonie ist der medizinische Fachbegriff für eine Lungenentzündung. Dieser gilt es in der Pflege mithilfe verschiedener Maßnahmen entgegenzuwirken. Für die Wahl der richtigen Therapie ist es entscheidend, mit der Krankheitsgeschichte des Patienten vertraut zu sein und die individuellen Einschränkungen des Patienten einordnen zu können. Um eine Fehlatmung beheben oder eine professionellen Atemgymnastik durchführen zu können, wird Pflegekräften die Fortbildung Pneumonieprophylaxe angeboten.

Ziel der Pflegefortbildung Pneumonieprophylaxe

Für Pneumonie gefährdete Patienten, die in einer Pflegeeinrichtung unterstützt werden müssen, ist die fachspezifische Ausbildung des Pflegepersonals sehr wichtig. Mit der erfolgreichen Teilnahme an der Fortbildung zur Pneumonieprophylaxe sind Sie in der Lage, Ihren Patienten eine bestmögliche Versorgung zu bieten. So können Sie den Patienten mittels verschiedener medizinischer Maßnahmen helfen, Lungenentzündungen vorzubeugen. Zu den Therapieformen zählen beispielswiese die Inhalation mit Wasserdampf zur Sekretlockerung, die richtige Lungenbelüftung oder das Einüben von Atemtechniken.

Inhalte des Seminarteils:

  • Grundlagen der Pneumonieprophylaxe
  • Atmungsunterstützende Lagerung
  • Unterstützung der Sekretlockerung, z.B. durch Inhalationsmaßnahmen

Zugangsvoraussetzungen zur Kombi-Fortbildung : Ernährungsmanagement, Aspirations- und Pneumonieprophylaxe

Die Kenntnisse, die bei der Fortbildung zur Ernährungssituation sowie Aspirations- und Pneumonieprohylaxen erworben werden können, sind zugeschnitten auf die Bedürfnisse von pflegebedürftigen Patienten. Entsprechend richtet sich die Fortbildung grundsätzlich an das Pflegepersonal aller Bereiche. Wenn Sie als Pflegefachkraft tätig sind und Interesse an einer Fortbildung bei den Pflegeexperten von Wirtz und Partner haben, setzen Sie sich mit Frau Lehner in Verbindung, gemeinsam können die Möglichkeiten einer Fortbildung individuell besprochen werden.

Wo finden die Seminare statt?

  • Niederlassung Wuppertal | Neumarktstraße 46 | 42103 Wuppertal
  • Niederlassung Essen | Teichstraße 6 | 45127 Essen

Sie haben Interesse an der Fortbildung "Schmerz- und Ernährungsmanagement"? Die Schulungsleiterin Frau Lehner berät sie gern persönlich. Wenn Sie Fragen haben oder sich zu einer Fortbildung anmelden möchten, können Sie uns sehr gern unter +49.202.24506-50 anrufen oder uns eine E-Mail schreiben.