Expertenstandard und Prophylaxen III: Harnkontinenz, Zystitis, Intertrigo- und Thromboseprophylaxe

Die Nationalen Expertenstandards stellen Handlungsempfehlungen für verschiedene Kern- und Risikobereiche der Pflege dar, durch deren Einhaltung ein festgelegt hohes Qualitätsniveau in Einrichtungen der Gesundheitsvorsorge und der Altenpflege erreicht werden soll. Zu den Nationalen Expertenstandards gehören beispielsweise auch die Bereiche: Kontinenz Förderung, Zystitis, Intertrigo- und Thromboseprophylaxe. In dieser Fortbildung liegen die Schwerpunkte auf der Förderung von Kontinenz, Zystitis und der professionelle Umgang mit Intertrigo- und Thromboseprophylaxen.

Zur Harnkontinenz in der Pflege:

In Deutschland leiden über 7 Millionen Menschen an einer Inkontinenz oder Blasenschwäche, wie sie im Volksmund bekannt ist. Daraus können erhebliche körperliche, aber vor allem auch psychische Konsequenzen folgen. Dabei sind die Ursachen für den unwillkürlichen Harnverlust vielfältig und stellen die Pflegenden vor große Herausforderungen. Für die Betroffenen birgt eine Harninkontinenz erhebliche Probleme mit sich, die nicht selten Scham einschließen. Eine gesonderte Schulung für Pflegekräfte ist daher äußerst wertvoll für die tägliche Berufsausübung im Altenheim, Krankenhaus oder bei ambulanter Betreuung durch geschultes Pflegepersonal.

Ziele der Teilfortbildung Förderung der Kontinenz

Absolventen der Fortbildung Harnkontinenz sind dazu befähigt, von Inkontinenz Betroffene würdevoll zu behandeln, ihnen die Angst zu nehmen und sie effektiv versorgen zu können. Der Umgang mit Kontinenzproblemen soll sich problemlos in den Pflegealltag und die Pflegepraxis integrieren lassen.

Inhalte des Seminarteils:

  • Grundlagen und Theorie zum Thema Blasenschwäche
  • Was bedeutet Inkontinenz persönlich für die Betroffenen?
  • Professioneller Umgang mit Schamgefühlen
  • Assessments zur Erkennung von Risikopatienten
  • Beurteilung des Schweregrades der Inkontinenz
  • Erkennen der wichtigsten Formen von Blasenschwäche
  • Beratungsmöglichkeiten der Pfleger
  • Mögliche Folgen von Inkontinenz

Zur Zystitisprophylaxe in der Pflege

Eine Zystitis, besser bekannt als Blasenentzündung, ist ein Harnwegsinfekt (HWI). Unter ihm leiden viele Menschen, darunter besonders Frauen, mit zunehmendem Alter. Pflegekräfte sollten sich mit den Ursachen und Symptomen, aus denen sich ernstzunehmende Komplikationen entwickeln können, auskennen.

Ziele der Zystitisprophylaxe

Ein Harnwegsinfekt ist stets unangenehm und besonders in höherem Alter schwierig zu versorgen und prophylaktisch zu behandeln. Um als Pflegekraft die richtigen Maßnahmen und in akuten Fällen auch eine medikamentöse Behandlung durchführen zu können, bieten wir von Wirtz und Partner die Prophylaxefortbildung an.

Inhalte des Seminarteils:

  • Grundlagen der Zystitisprophylaxe
  • Hygienemaßnahmen
  • Flüssigkeitszufuhr unterstützen
  • Mögliche Dokumentation

Zur Intertrigoprophylaxe in der Pflege

Die Intertrigo äußert sich als wunde, nässende Entzündung der Haut. Sie entsteht durch ein feuchtes Hautmilieu, aufgeweichte Haut oder Hautfalten und Reibung. Ursachen für solch einen unangenehmen Defekt der Haut sind oftmals eine falsche Körperpflege, Inkontinenz und Bettlägerigkeit. Da diese Faktoren bei Patienten in Pflegeeinrichtungen auftreten können, sollten Pflegekräfte mit prophylaktischen Maßnahmen entgegen zu wirken wissen.

Ziele der Intertrigoprophylaxe

Die Teilnehmer des Seminars lernen die Haut der Patienten angemessen zu pflegen und vor Entzündungen zu schützen und eine Pflegeplanung und Pflegedokumentation vorzunehmen. Dabei werden auch Präventionsmaßnahmen thematisiert. So wird dem Patienten eine optimale Versorgung und Pflege gefährdeter Hautpartien ermöglicht.

Inhalte des Seminarteils:

  • Grundlagen der Intertrigoprophylaxe
  • Mobilität fördern
  • Hygienemaßnahmen

Zur Thromboseprophylaxe in der Pflege

Verschließt ein Blutgerinnsel (Thrombus) ein Blutgefäß, so spricht man von Thrombose oder Thrombosis. Das Risiko einer Thrombose steigt rapide an, wenn Menschen in ein höheres Alter kommen oder in ihrer Bewegung stark eingeschränkt sind. Eine Thrombose und ihre gefährlichen Folgen zu vermeiden, liegt daher nicht selten in der Verantwortung des Pflegepersonals.

Ziel der Thromboseprophylaxe

Während der Fortbildung Thromboseprophylaxe lernen die Teilnehmer beispielsweise Risikopatienten zu erkennen. Ziel des Seminars ist es zudem, den Patienten dabei zu unterstützen, einer Thrombose vorzubeugen. Dies geschieht zum Beispiel durch gezielte Bewegungsübungen und ausreichende Flüssigkeitsaufnahme. 

Inhalte des Seminarteils:

  • Grundlagen der Thromboseprophylaxe
  • Umfassendes Wissen zum Krankheitsbild Thrombose
  • Risikopatienten erkennen
  • Physiotherapeutische Maßnahmen

Zugangsvoraussetzungen zur Kombi-Fortbildung Expertenstandard und Prophylaxen III: Harnkontinenz, Zystitis, Intertrigo- und Thromboseprophylaxe

Unsere Kombi-Fortbildung ist für alle Pflegekräfte, ob mit abgeschlossener Ausbildung oder ohne, zugänglich. Sie sind in der Pflege tätig und möchten genaueres über Ihre Möglichkeiten der Weiterbildung erfahren? Dann lassen Sie sich persönlich und ganz unverbindlich von uns beraten.

Wo finden die Seminare statt?

  • Niederlassung Wuppertal | Neumarktstraße 46 | 42103 Wuppertal
  • Niederlassung Essen | Teichstraße 6 | 45127 Essen

Sie haben Interesse an unserer Fortbildung "Harnkontinenz und Chronische Wunden"? Die Schulungsleiterin Frau Lehner berät sie gern persönlich. Wenn Sie Fragen haben oder sich zu einer Fortbildung anmelden möchten, können Sie uns sehr gern unter +49.202.24506-50 anrufen oder uns eine E-Mail schreiben.